„Kannst du mir mal Neurographik-Bilder zeigen, von Leuten, die nicht von Haus aus beruflich kreativ sind?

Das hat mich neulich von einer Freundin gefragt – und ich kann mir ungefähr vorstellen, was der Grund für diese Frage ist. Vielleicht gibt es Berührungsängste mit der Kreativität oder es gehen dem ein oder anderen in etwa solche Gedanken durch den Kopf, wenn er erstmals der Neurographik begegnet: 

  • Neurographik – da muss ich doch zeichnen können?
  • Ich kann aber doch gar nicht zeichnen!
  • Ich bin nicht kreativ…

In unserer Facebook-Gruppe Neurographik online (Herzliche Einladung!) habe ich an die Mitglieder die Aufforderung gestellt, doch bitte eine ihrer neurographischen Zeichnungen in die Kommentare zu stellen und dazu zu schreiben, welchen Beruf sie eigentlich ausüben. 

Meine Idee dabei war, die Hürden ein bisschen abzubauen. Vielleicht findet sich der eine oder andere in den vielen Berufen wieder und merkt, dass man gar kein „Künstler“ sein muss, um in die Neurographik einzusteigen. 

Die unvollständige Liste der Berufe umfasst zum Beispiel: Busfahrerin, Küchenhilfe, Controllerin, Finanzbeamtin, Psychologin, Arzthelferin, Büroangestellte, Coach, Altenpflegerin, IT-Systemadministratorin und Masseurin…

 

Die Ergebnisse sind wunderbar! Ganz deutlich sieht man die Vielfalt der Berufsfelder, in denen die Zeichner und Zeichnerinnen zuhause sind. Keiner von ihnen hat einen eindeutig künstlerischen Beruf.

So bunt gemischt wie die Zeichnungen sind auch die Menschen in dieser Gruppe und man kann anhand der Berufe vielleicht erahnen, dass es nicht unbedingt jedem in die Wiege gelegt worden ist, sich kreativ oder gar künstlerisch zu betätigen. 

Warum ist das mit der Kreativität so schwierig?

Rund um die Kreativität gibt es so einen Mythos. Entweder man ist kreativ – oder eben nicht. Die Begriffe Künstler oder kreativ sein haben eine gewisse Aura um sich und für viele scheint das etwas zu sein, das man sich selber nicht zugesteht.

Im schlimmeren Fall triggert es noch andere kollektive Meinungen an: Schon mal was von der brotlosen Kunst gehört? Würde mich wundern, wenn nicht. Wem haben die Eltern nicht irgendwann gesagt, man solle etwas gescheites lernen?

Kreativ sein kann mit solchen existentiellen Ängsten verbunden sein und dann ist der Einstieg in ein kreatives Hobby nicht mehr so einfach.

Du kannst das auch!

Diese Menschen hier haben sich alle getraut – haben sich von der Faszination, die von der Neurographik ausgeht, einfangen lassen und haben sich die simplen Grundlagen angeeignet. Jeder einzelne von ihnen profitiert von den Wirkungen, die die Zeichnungen in ihnen auslösen.

Ist es nicht phantastisch, wie vielfältig diese Bilder sind? Obwohl jeder Zeichnung die gleichen Grundregeln (wir sprechen in der Neurographik von Algorithmen) zugrunde liegen, ist doch keine wie die andere – im Gegenteil: jedes einzelne Bild ist ein Ausdruck dieser Person. Jedes einzelne Bild ist genauso einzigartig wie der Mensch, der es gezeichnet hat.

Lassen wir noch einige von ihnen zu Wort kommen!
(Die Zitate sind wortwörtlich aus den Kommentaren entnommen und die Veröffentlichung geschieht mit Zustimmung der Urheber)

Ich hab mit Neurographik angefangen, weil mich die Bilder von anderen angesprochen haben. Ich konnte spüren, dass mir das hilft. Dann wollte ich das für meine Kunden auch. Die Neurographik passt wunderbar in meine Arbeitsgebiete. Als Künstlerin hab ich mich nie gesehen. Vielleicht war das auch so ein blinder Fleck von mir.

Ich fühle mich zu Farben hingezogen, habe aber für gegenständliche Bilder zu wenig Talent (malen empfand ich daher überwiegend anstrengend). Neurographik ist für mich entspannend und ich liebe die innere Arbeit. Mit Neuro-Art kann ich mit Farben spielen, entspannt ebenfalls. Dabei kann ich frei sein von Ansprüchen und Erwartungen. Die Bilder gefallen mir einfach.

Ich habe eine Praxis für Entspannung und Wohlbefinden. Das neurographische Zeichnen ist auch da eine super Unterstützung. Ich habe aktuell versucht, das neurographische Zeichnen in einer Schule als AG für 13-14 jährige anzubieten. Die Kinder, die in dieser AG sind, könnten es dringend gebrauchen, sind sehr blockiert, aber leider überhaupt nicht bereit, sich darauf einzulassen.

Ich arbeite im Customer Service. Bin auch noch neu in diesem Bereich. Neurographik ist für mich eine entspannende und spannende Beschäftigung.

Ich bin Führungs- und Teamcoach und möchte mit den Mitteln der Neurographik die Positive Psychologie verbreiten. Die Neurographik hilft mir, die Themen tiefer zu verarbeiten und die Ergebnisse von Coaching-Prozessen nachhaltig sichtbar zu machen.

Ich arbeite in der Postsortierung und habe Spaß mit der Neurographik. Sie beruhigt und ist meine ‚Meditation‘.

Habe gerade kürzlich meiner Schwägerin eine kleine Einführung gegeben. Sie ist absolute Malanfängerin und war begeistert von der Neurographik-Methode, da man eben nicht malen können muss, um interessante Ergebnisse zu bekommen.

Ich bin Masseurin und arbeite auch energetisch. Ich hab Neurographik im April begonnen weil ich immer schon was Kreatives machen wollte. durch das zeichnen wurde mir mein Kreativitäts-Stau erst so richtig bewusst 😊

Ich arbeite als Neurographik Trainerin, Übersetzerin und Linienbusfahrerin – und ja, als Botschafterin von Lebensfreude ist Kreativität für mich nicht wegzudenken💚🧚🏼‍♀️

Ich glaube, aus diesen Zitaten kann man schon leicht ermessen, dass es gar nicht darum geht, dass man irgendwie besonders kreativ sein müsste – viel wichtiger ist es, sich auf das Abenteuer Neurographik einzulassen.

Viele Menschen haben in der Neurographik einen neuen, einfachen und leicht zu erlernenden kreativen Ausdruck gefunden, obwohl – oder vielleicht auch weil – sie in „unkreativen“ Berufen arbeiten…

Probiere es doch auch einfach einmal aus!

Kannst du einen Stift halten? Dann kannst du auch zeichnen!

Kannst du einen Stift halten? Dann kannst du auch zeichnen!

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